Was wollen wir bewirken?
Schon recht früh wurde ignoriert, dass auch von fachwissenschaftlicher Seite der Austragungsort der Varusschlacht in Kalkriese
als unhaltbar angesehen würde. Unter dem Marken-Titel "Varusschlacht" wurden erhebliche öffentliche Mittel ausgegeben,
die Feierlichkeiten am fiktiven 09.09.09 zum 2000-jährigen Gedenken werden intensiv vorbereitet. In selbstgefälliger Weise
lässt sich ein Zitierkartell feiern, während kritische Wissenschaftler von den Untersuchungen ausgeschlossen und ignoriert werden.
Derzeit halten einige Fachwissenschaftler dagegen, während viele einfach wegsehen.
Diese Internetpräsenz ist ein klarer Kontrapunkt zur Kalkriesetheorie. Wir arbeiten heraus, dass und warum
Kalkriese (gleichwohl ein archäologisch bedeutender Fundort!) als Schlachtfeld für Varus sicher nicht in Frage kommt.
Unsere Forderungen:
- Die Autobahnschilder „Kalkriese. Ort der Varusschlacht“ müssen entfernt oder mit Fragezeichen versehen werden.
- Die Gemeinnützigkeit der Museums-GmbH muss überprüft werden. Schließlich ist ihr Geschäftszweck Werbung für die Region und einige Einzelpersonen. Irreführung rechtfertigt keine Gemeinnützigkeit – weder wissenschaftlich noch kulturell.
- Die finanzielle Unterstützung der GmbH durch Land und Körperschaften öffentlichen Rechts muss überprüft und vor dem Hintergrund angepasst werden, dass in Kalkriese höchstwahrscheinlich gar nicht die Varusschlacht stattfand. Ansonsten liegt eine Verschwendung von Steuer- und öffentlichen Mitteln in Millionenhöhe nahe, die für andere archäologische Projekte fehlen.
- Solange die Vermarktungs-GmbH undifferenziert eine Varusschlacht bei Kalkriese behauptet, darf es keine finanzielle Unterstützung durch öffentliche Einrichtungen geben. Der Geschäftsgegenstand und das Marketingkonzept müssen vorher angepasst werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Land Niedersachsen direkt und indirekt in den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Wettbewerb (Tourismus, Verlage) eingreift. Dies ist kartellrechtlich zu prüfen.
- In gleicher Weise ist die Allokation von Forschungsressourcen im Bereich „Römer in Deutschland“ durch den Ombudsmann der DFG für wissenschaftliches Arbeiten zu bewerten. Es kann nicht angehen, dass wegen der Fixierung auf Kalkriese Untersuchungen an anderer Stelle unterbleiben, entweder weil die Ressourcen fehlen oder weil man das vermeintliche Ergebnis nicht gefährden will.
- Das Varusschlacht-Projekt unter der Domain der Universität Osnabrück muss sich für eine differenzierte Darstellung öffnen oder auf eine private Seite verlegt werden. Es ist ein Skandal, dass eine öffentliche Bildungseinrichtung ihren Studenten das Befolgen indikativer Aussagen antrainiert, statt ihnen induktives und deduktives Denken beizubringen. „Für die Wissenschaft sei nicht die Frage Varusschlacht ja oder nein ausschlaggebend, sondern die Chance, erstmals ein römisches Schlachtfeld ausgraben zu können“, so der Forschungsprojektleiter Dr. Moosbauer von der Universität Osnabrück in einer Podiumsdiskussion am 15.11.2006 in Detmold. So ist es richtig.
- Die Wikipedia-Seiten dürfen nicht länger von einem Kalkriese-Zitierkartell monopolisiert werden.
- Alle Münzfunde aus Kalkriese sind einem unabhängigen Gutachter außerhalb Niedersachsens zur Neubegutachtung auszuhändigen. Besondere Beachtung sollte dabei den bereits gefundenen Kennungen der Germanicus-Legionen zukommen.
© Christian M., Stephan A. und Siegfried G. Schoppe Impressum * Copyright
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